Pedale – Schuhplatten, Lagerung und Tipps

Im ersten Teile der Artikelserie über Fahrradpedale sind wir auf die Anforderungen und Modelle von MTB Pedalen eingegangen, Jetzt werden wir uns mit Schuhplatten, Lagerung und ein paar generellen Tipps zum Thema Fahrrad Pedale eingehen.

Haken und Riemen an Fahrradpedalen

Haken und Riemen sind inzwischen nur noch selten bei Mountainbike Pedalen anzutreffen, obgleich sie die beste Verbindung zwischen dem Schuh und dem Pedal bilden, die auch bei Nässe erhalten bleibt. Ein Vorteil besteht darin, dass der Fuß leicht aus der Pedale zu ziehen ist, während die notwendige Änderung der Riemenspannung bei unterschiedlichen Fahrsituationen als Nachteil anzusehen ist. Besonders wichtig ist das Lockern der Riemen vor einer Bergab-Fahrt.

Einstellen der Schuhplatten

Als ideal gilt die vollkommen gerade Einstellung der Schuhplatten. Die meisten Menschen drehen jedoch beim Gehen ihre Fußgelenke leicht nach innen oder auch nach außen. Wer sich seinen Gepflogenheiten beim Gehen bei der Fußstellung auf dem Mountainbike nicht anpasst, riskiert unter Umständen eine zu große Belastung der Gelenke. Weitere Tipps zum Schuhplatten einstellen findet ihr unter www.tomsbikecorner.de/fahrrad-tipps/pedalplatten-einstellen-montieren

Lagerung von Fahrradpedalen

Bei der Pedallagerung hat sich eine technische Entwicklung vollzogen, in deren Folge die früher bevorzugte Konuslagerung durch neue Entwicklungen weitgehend abgelöst wurde.
Kennzeichnend für die Konuslagerung ist, dass die Achse zum Ende hin verschlankt und der Konus direkt auf die Achse geschliffen ist. Die Konuslagerung bewirkt, dass Aufsetzer leicht abgefedert werden können. Der wichtigste Nachteil der Konuslagerung besteht darin, dass Schmutzwasser sehr leicht in die Pedale eindringen und deren Wackeln bewirken kann, wobei sich dieser Effekt durch regelmäßige und aufwändige Pflege weitgehend vermeiden lässt.
Wartungsärmer und daher zunehmend bevorzugt sind die Lagerung mit einem Industrie-Kugellager sowie die Patronenlagerung. Ein Industrie-Kugellager besteht aus entweder aus zwei Kugellagern oder aus je einem Kugel- und einem Nadellager. Diese Form der Lagerung ist sehr leichtgängig und ermöglicht zudem eine sehr gute Abdichtung, welche das Wackeln der Pedale ausschließt und deren Lebensdauer verlängert.
Die modernste Form der Lagerung der Pedale stellt die Patronenlagerung dar, bei welcher sich sowohl die Lagerstellen als auch die Außenringe in einer Patrone befinden. Diese wird mit dem Pedalgehäuse verschraubt und kann auf diese Weise bei Bedarf leicht ausgewechselt werden. Dieses System ist für eindringenden Schmutz nahezu unüberwindbar, so dass es die längste Lebensdauer der Pedale ermöglicht.
Da beide Lager nach außen verschoben sind, erleichtert die Patronenlagerung zugleich die Kraftaufnahme.

Tipps für den Umgang mit Pedalen

Bei einem spürbaren Aufsetzen der Pedale auf die Straße ist eine sorgfältige Prüfung der Pedalachsen erforderlich. Wenn sich diese verbogen haben, müssen sie unbedingt ausgewechselt werden. Das gilt besonders bei Titanachsen, die zwar sehr leicht, aber im Dauereinsatz nur begrenzt belastbar sind. Wichtig ist das ausreichende Einfetten der Gewinde auf der Pedalachse sowie im Kurbelauge, da dieses unabdingbar ist, um das Abbrechen der Achse zu vermeiden.

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